Sonntag, 17. Dezember 2017

Rezension: Dunkle Vergangenheit von Patricia Walter







Buch: Dunkle Vergangenheit
Autor: Patricia Walter
  Verlag: 
Bastei Lübbe
ISBN: 978-3741300745
Seiten: 354




Klappentext des Inhaltes:

Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?
 
Lilly, die achtjährige Tochter der TV-Journalistin Kim Jansen, verschwindet spurlos. Wenig später meldet sich der Entführer: Entweder Kim gesteht öffentlich die Taten ihrer Vergangenheit, oder er tötet Lilly. Für Kim beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss ihre Tochter und den Erpresser finden - vor der Polizei. Denn die Wahrheit darf niemals ans Licht kommen ..

(Quelle: Bastei Luebbe)


Meine Meinung:


„Dunkle Vergangenheit“ von Patricia Walter ist ein wirklich spannender Thriller, der mich von Anfang an gefesselt hat.
Bereits sehr schnell nimmt die Geschichte ihr rasantes Tempo auf , als Kim einen anonymen Anruf bekommt, indem jemand ihr die „Story ihres Lebens“ verspricht.
Die Starrreporterin leckt gleich Lunte, und macht sich auf den Weg zu dem angegebenen Treffpunkt. Doch schnell soll sich herausstellen, dass sie hereingelegt wurde....denn all das war nur ein Ablenkungsmanöver um ihre 8 jährige Tochter Lilly von Zuhause zu entführen.
Bald schon taucht ein Video auf, indem Kim dazu aufgefordert wird, ihr wohl gehütetes dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit öffentlich zu enthüllen, wenn sie ihre Tochter lebend zurückbekommen möchte...
Da sie dies jedoch mit aller Macht vermeiden möchte, versucht sie daher auf eigener Faust zu ermitteln, dabei wendet sie sich hilfesuchend an den Privatdetektiv Lars Peters. Doch dieser ist ihr nicht gerade Wohlgesonnen, nachdem die beiden ein ganz besonderes Kapitel aus ihrer beruflichen Laufbahn verbindet...
Doch Kim ist sich sicher, dass er der Mann ist, der als Einziger dazu in der Lage ist ihrer Tochter zu finden.
Schnell befinden sich beiden durch ihre Ermittlungen, in manchmal etwas brenzlige Situationen wieder, die den Leser manchmal die Hände über den Kopf zusammenschlagen lässt.
Wenn man sich jedoch in Kims Lage versetzt, wird einem bewusst, dass man selbst vermutlich so einiges riskieren würde, um einen geliebten Menschen aus den Händen von Entführern herauszuholen...

Doch warum ist sie nicht in der Lage über ihre Vergangenheit zu sprechen...was genau ist vor 9 Jahren geschehen, dass sie so in Panik versetzt , dass sie nicht mal der Polizei davon erzählen kann..?
Und wem von ihrem engen Bekanntenkreis kann sie wirklich vertrauen?




Fazit:

Ein wirklich sehr mitreißender Thriller, der einem in Atem hält.
Auch dass der Leser stückchenweise von Kims Geheimnis erfährt, trägt zum Spannungsteil anbei.
Die Protagonistin Kim ist eine tolle Figur, mit der man trotz ihres anfänglich nicht zu verstehenden Schweigens mit bangt.
Auch ihre Schuldgefühle gegenüber der Entführung ihrer Tochter sind nachvollziehbar, dennoch völlig unberechtigt.
Nicht zu vergessen sind die überraschenden Wendungen im Buch zu erwähnen, die jedes mal wieder verblüffen!
Echt gelungen :-)  





Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten





Mittwoch, 13. Dezember 2017

Rezension: „Lost Girls: Was kostet ein Leben“ von Angela Marsons



Buch: Lost Girls
Was kostet ein Leben?
Autor: Angela Marsons
  Verlag: 
Piper
ISBN: 978-3492060981
Seiten:512
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
Als die Freundinnen Charlie und Amy nicht nach Hause kommen, beginnt für ihre Familien ein wahrer Albtraum. Eine SMS lässt wahr werden, was alle befürchteten: Die zwei neunjährigen Mädchen wurden entführt. Nur das Paar, das den höchsten Betrag zahlt, wird seine Tochter wiedersehen. Das andere nicht. Längst tickt die Uhr für Detective Inspector Kim Stone und ihr Team, doch die Täter sind ihr immer einen Schritt voraus. Von Stunde zu Stunde verringert sich die Chance, die beiden unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Stone gibt ihr Äußerstes, um den Fall zu lösen. Sonst muss eines der Kinder den höchsten Preis für ihr Versagen zahlen – sein Leben.

(Quelle: Piper Verlag)


Meine Meinung:


„Lost Girls: Was kostet ein Leben“ von Angela Marsons ist ein Krimi, von dem ich letztendlich irgendwie eine Schippe mehr an Spannung erwartet hatte.
Spannend und schockierend hört sich der Klappentext an , und ja es ist schrecklich dass 2 kleine Mädchen entführt wurden….dennoch konnte mich das Buch nicht vollkommen packen oder in Atem halten. Irgendwie schlich sich im größten Teil etwas Langatmigkeit ein, die ich vor allem während ihrer Ermittlungsarbeit am Stärksten empfand.
Es ist zwar auch mal schön selbst hautnah mitzuerleben, wie die „anstrengende und nervenaufreibende“ Ermittlungsarbeit abläuft, dennoch wollte ich nicht selbst Ermittler oder Profiler werden….ich wollte eigentlich nur ein spannendes Buch lesen. Nach und nach werden einige Puzzle Teile von Detective Kim Stone und ihrem Team aufgedeckt, doch alles geschah in meinen Augen ein wenig unspektakulär….sogar die Morde die ab und an für ein kleines „Erlebnis“ sorgten, konnten mich nicht wirklich fesseln.
Vielleicht hatte ich aber auch einfach zu hohe Erwartungen an dieses Buch, dass sich eigentlich hochspannend anhörte….aber in meinen Augen leider letztendlich nicht der tollen Idee standhalten konnte.
Sehr gut fand ich jedoch den Schreibstil der Autorin, der wirklich sehr gut durch die Geschichte trägt. Auch dass wir das Buch aus den Perspektiven der unterschiedlichen Personen miterleben, lockert ungemein auf.


Kurz zur Handlung:

2 kleine Märchen werden entführt, die nicht nur selbst miteinander befreundet sind, sondern sich auch ihre Eltern prächtig verstehen. Doch dies soll sich schon bald im Angesicht der Angst um ihre geliebten Kinder ändern…
Das Schema der Entführung erinnert an einen anderen vergangenen Fall vor ca 1 Jahr, als auch 2 Mädchen gekidnappt wurden….doch eins von ihnen ist nur zurückgekommen…
Durch diese Tatsache sehr beunruhigt und unter Druck gesetzt, versucht die taffe und manchmal verbissene Kim Stone zusammen mit ihrem Team Licht ins Dunkle zu bringen. Vor allem stellt sich anfangs die alles entscheidende Frage: Sind es die gleichen Verbrecher wie in dem früheren Fall?
Vor allem hat Kim Stone ein Versprechen gegenüber den Eltern gegeben, und zwar dass sie beide Kinder sicher nach Hause bringen wird…doch kann sie dieses wirklich einhalten?
Von Kim selbst erfahren wir auch im Laufe der Handlung ein paar Erinnerungen aus ihrer nicht gerade schönen Kindheit und können daher ihre manchmal etwas ruppige Art und Weise besser verstehen.
Dennoch muss ich gestehen dass sie mir manchmal etwas zu unsympathisch war und ich nicht wirklich ein Fan von ihr bin^^
Auch das „Spiel“ bzw die „Aufforderung“ des Entführers an die beiden Elternpaare Lösegeld zu bieten, welches über das Leben des Kindes entscheiden wird….der mit dem höchsten Gebot bekommt sein Kind lebend zurück…..war nicht so sehr der Mittelpunkt der Geschichte, wie ich erwartet hatte…hier hätte ich mir mehr Nervenkitzel gewünscht.

 
~Mein persönliches Fazit:~

Das Buch ist ein gut zu lesender Krimi, da die Autorin sichtlich zu schreiben versteht, dennoch hat es mich im Spannungsbereich nicht überzeugen können. 
Wer sich jedoch für detaillierte Ermittlungsarbeit interessiert und sich von Kims Art nicht ins Bockshorn jagen lässt, ist hier gut beraten :-)
 Obwohl „Lost Girls-Was kostet ein Leben?“ bereits der 3. Fall der Krimireihe mit Kim Stone ist, kann man dieses Buch auch ohne die Vorgänger zu kennen bestens lesen (Wie auch ich es getan habe^^) ohne Vorwissen aus den anderen Teilen zu benötigen . 
Jedoch ist es sicherlich auch ganz nett bereits die anderen Fälle, bzw Kim und ihr Team schon besser kennengelernt zu haben und so vllt besser mit ihnen mitfühlen zu können. 
 
Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten
 
 
 
 
 
Bisher erschienen in der Buchreihe: Detective Kim Stone" :
  1. Silent Scream- Wie lange kannst du schweigen
  2.   Evil Games - Wer ist ohne Schuld?
  3.  Lost Girls - Was kostet ein Leben?





 


 

Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension: Wédora von Markus Heitz (1. Teil der Sandmeer Chroniken)


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Buch:Wédora
Staub und Blut
Autor: Markus Heitz
  Verlag: 
Knaur
ISBN: 978-3426517796
Seiten: 608



Klappentext des Inhaltes:


Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen - Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz' neuem Dark-Fantasy-Roman "Wédōra - Staub und Blut.
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.
 
(Quelle: droemer-knaur)
 
 
 
Meine Meinung:
 

Wédora : Staub und Blut ist der 1. Teil der Sandmeer Chroniken von Markus Heitz und entführt nicht nur die beiden Hauptpersonen in eine neue ferne Welt in der Wüste, sondern auch den Leser^^ 
Denn Tomeija , die Ordnungshüterin (Scirgerefa) und ihr guter Freund Liothan, Holzfäller und Dieb (eine Art Robin Hood Verschnitt) werden von dem Hexer und Bösewicht Durus versehentlich in die Welt Wédora gezaubert. Dort angekommen müssen sie sich erstmal in der Wüste zurechtfinden um in die Wüstenstadt zu gelangen. Hier müssen sich die beiden Gestrandeten nicht nur mit der neuen Welt vertraut machen, denn die Stadt ist in verschiedene unterschiedliche Stadtviertel unterteilt, außerdem gibt es einige verfeindete Völker die in der Wüste leben und der Stadt nicht wohlgesonnen sind.
Doch bevor die Freunde die Möglichkeit haben einen Witgo (Hexer) zu finden, der sie wieder in ihre Heimat zurück zaubern kann, werden die beiden durch einen kleinen Zwischenfall voneinander getrennt. Jeder auf sich alleine gestellt,  muss bald seine ganz eigenen Abenteuer überstehen und jeder von ihnen entdeckt eine ganz besondere Verbundenheit gegenüber diesem Ort.
Doch was es mit Tomeija Fluch und ihren Bezug zum Gott Driochor auf sich hat , müsst ihr selbst lesen – ebenso wie Liothan ganz ungeahnte Fähigkeiten zu entwickeln scheint…
Eins jedoch verbindet die beiden immerzu, denn sie versuchen der Stadt zu helfen, denn bedrohliche Situationen lauert auf sie. Nicht nur dass der gefährliche Wirbelsturm Kara Buran über die Stadt toben wird…., auch eine tödliche Droge ist im Umlauf, ganz zu schweigen von den Verschwörern die nicht nur Außerhalb der Stadt auf die Chance warten den mysteriösen Herrscher Darémo von seinem Thron  zu stürzen.

Doch kann das ungleiche Duo wirklich Einfluss auf das Geschehen nehmen? Und werden sie einen Weg zurück in ihre Heimat Walfor finden? Tja das werde ich euch natürlich nicht auf die Nase binden….da müsst ihr schon selbst den beschwerlichen Weg in die Wüstenstadt antreten.^^
Jedoch muss ich noch eins anmerken, alle Fragen werdet ihr im ersten Teil natürlich nicht beantwortet bekommen, denn der Nachfolger wird sicherlich noch einige ungelöste Fragen aufdecken…..hoffe ich doch^^ D
enn ich bin auch gespannt, was es mit den unscheinbar wirkenden Echsen auf sich hat…die allem Anschein nach einen ganz besonderen Plan zu haben scheinen…
Außerdem frage ich mich wer hinter dem unsichtbaren Herrscher zu stecken scheint, und ob Tomeija die Vergessenen im Verwesungsturm retten kann….
Natürlich gibt es noch gefühlte weitere 100 Fragen die es im weiteren Band zu lösen gibt^

~Mein persönliches Fazit: ~

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Zeit brauchte um in die Welt abtauchen zu können und mich komplett in ihr fallen zu lassen. Ab und an hat sich auch im weiteren Verlauf einige Abschnitte für meinen Geschmack etwas in die Länge gezogen. Hier wurde manchmal ein wenig zu viel geschildert und auch viel Hintergrundwissen beschrieben, dass mich eigentlich (in diesem Moment) noch nicht wirklich interessiert hat…..ebenso wie die Chroniken der Stadt….^^ Auch wurde den verschiedenen Wesen und Völker die rund um die Wüste vertreten sind, zuviel Schreibzeit gewidmet. Hier muss ich gestehen, habe ich immer ein wenig gedanklich abgeschaltet und bin dann erst wieder richtig in die Geschichte zurückgetaucht, als man wieder bei den beiden Protagonisten und ihren Abenteuern angelangt war^^  Doch letztendlich waren die „spannenden und interessanten“ Momente mehr als die etwas „schwächeren“ , daher haben sie nicht viel von meiner Begeisterung wegnehmen können.  Ganz viele Pluspunkte konnte für mich überraschenderweise der etwas andere Schluss des 1. Bands einheimsen, der für viele andere Leser (wie ich schon bei anderen Rezensionen gelesen habe) nicht so sehr auf Begeisterung traf. Doch ich fand ihn genial^^ hihi

Besonders hilfreich fand ich das Glossar am Anfang des Buches. Hier kann man noch mal die einzelnen Begriffe und auch Personen nachschlagen, die man während des Buches antrifft.
Ein wirklich sehr umfangreiches Abenteuer, das hier den Leser erwartet und so einiges an Überraschungen auf Lager hat, die sicherlich noch im weiteren Verlauf  dieser Sandmeer Chronik für einige „Aha“ Erlebnisse sorgen werden. Potential dafür hat es allemal, da in diesem Band schon einige tolle Grundsteine und kleine Würfel ins Spiel gebracht wurden, die in der Fortsetzung sicherlich noch zum Purzeln gebracht werden.
Auch bin ich gespannt wie sich die beiden Helden noch im weiteren Verlauf persönlich weiterentwickeln werden, da sie sicherlich beides noch Großes leisten werden…. Doch werden wirklich alle von ihnen mit ihren neuen „Gaben“ umgehen können, ohne auf die dunkle Seite zu wechseln….denn wie verführerisch dies sein kann, sah man gut an dem Bösewicht der Geschichte….
 
Nun denn… lassen wir uns weiterhin überraschen und uns vom Zauber von und in Wédora hinwegtragen in eine tolle Lesezeit :-)
 
Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten
 
 
Ich hatte sogar das Glück dass Herr Heitz mir meine Ausgabe signiert hat :-)
 

 


Außerdem habe ich noch ein tolles Poster , das ebenfalls signiert wurde
 
 






Mittwoch, 29. November 2017

Rezension: Wild Cards (3) : Der höchste Einsatz von George R.R. Martin




Buch: Wild Cards (3)
Der höchste Einsatz
Autor: George R.R. Martin
  Verlag: 
Penhaligon
ISBN: 978-3764531300
Seiten:704
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
Immer mehr Kinder werden in Afrika in ein geheimes Labor verschleppt, wo sie absichtlich mit dem Wild-Cards-Virus infiziert werden. Die meisten sterben oder mutieren auf schreckliche Weise. Doch einige wenige werden zu Assen mit superheldengleichen Kräften und anschließend gezwungen, für das People's Paradise of Africa zu kämpfen. Dahinter steckt Radical, das wahrscheinlich mächtigste Ass der Welt, der endgültig dem Wahnsinn verfallen ist. Das Kommitee – die Ass-Eingreiftruppe der UNO – muss ihn aufhalten. Doch der Radical ist der tödlichste Gegner, dem sie sich je gegenübergesehen haben
 
(Quelle: Penhaligon)
 
 
Meine Meinung:
 
Das Buch „ Wild Cards (3) : Der höchste Einsatz von George R.R. Martin, das ja eigentlich ein Gemeinschaftsprojekt mit anderen Autoren ist , konnte mich wieder sehr überzeugen und auch begeistern. Dieser Abschlussband hat mich wirklich, wie es bereits der 2.Band getan hatte, in den Bann gezogen. Obwohl es manchmal sehr kurios und abgedreht ist, mag ich die einzelnen mittlerweile liebgewonnen Charaktere, die erneut ihren Auftritt haben und für den nötigen Schwung sorgen. Denn erneut sind die Kampffähigkeiten der Asse gefragt.

Diesmal begleiten wir die Asse: Jerusha und Wally in den Kongo.
Denn dort vermutet der sensible Blechmann finstere Machenschaften, da sein dortiger Brieffreund Lucien sich nicht mehr bei ihm meldet….
Dort angekommen wird bald schon klar, dass etwas Schreckliches den Kindern angetan wird….sie werden mit dem Wild Cards Virus infiziert , um aus ihnen besondere Kindersoldaten zu formen.
Hinter all dem hat natürlich der Oberfiesling und mittlerweile schon aus den anderen Bänden gehasster Typ: Tom Weathers die Finger mit im Spiel.
Er selbst jedoch hat einen ganz besonderen gefährlichen Feind, nämlich in gewisser Weise sich selbst….
Doch nicht nur Jerusha und Wally können wir auf ihren beschwerlichen und gefährlichen Weg begleiten, sondern wie gewohnt wechseln nicht nur die Settings, sondern auch die Sichtweisen. Und so kann man sehr gut jeglichen Einzelweg der Helden miterleben. Bis alle Weg sie im Showdown zusammenführen.

Es ist gewohnt actionreich, aber auch die einzelnen Schicksale der Protagonisten werden auf einer wirklich tollen anrührenden und emotionalen Art und Weise aufgegriffen und vertieft.
So hat jeder von ihnen sein ganz eigenes Päckchen im Leben zu tragen.
Man leidet mit ihnen mit und ich hatte sogar einige Male Tränen in den Augen, da mich manche Momente wirklich berührt haben. Denn nicht alle von unseren liebgewonnen Helden werden überleben….Also Taschentücher schon mal bereit legen.

Dieser Abschlussband verdient wirklich die volle Punktezahl. Obwohl ich als einzigen kleinen Minuspunkt hinzufügen will, dass ich unseren Drummer Boy aus dem Vorgänger Band als mitspielende Figur vermisst habe, grummel^^

Eine Reihe die mich von mal zu mal (bzw von Band zu Band) mehr begeistern konnte. Zum Glück hatte ich am Anfang nicht aufgehört mit dem Lesen, denn dann wäre mir eine tolle Story entgangen! Die zwar anders, aber wirklich außergewöhnlich faszinierend und aufregend ist.
Jerusha, Wally, Michelle, Bugsy, Noel , Niobe und all die anderen Wild Cards die wir auf ihre Missionen begleiten durften , ich werde sie alle vermissen.
 
 
 
Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten






Sonntag, 5. November 2017

Rezension: Das Turnier von Matthew Reilly


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Buch:Das Turnier
Autor: Matthew Reilly
  Verlag: 
Festa
ISBN: 978-3865525642
Seiten:
416
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
Im Jahr 1546 ruft Sultan Süleyman der Prächtige alle Könige Europas auf, an einem nie dagewesenen Wettstreit teilzunehmen: In einem großen Turnier soll der beste Schachspieler der Welt gefunden werden …
Unter den Tausenden Reisenden, die in Konstantinopel eintreffen, reihen sich auch der Gelehrte Roger Ascham und seine Schülerin Elisabeth ein, Tochter von Heinrich VIII.
Bald überschlagen sich die Ereignisse: Schon vor Beginn des Turniers wird ein christlicher Kardinal ermordet und grässlich verstümmelt. Es folgen weitere barbarische Todesfälle.
Elisabeth und Ascham erkennen bald, dass sie selbst die eigentlichen Figuren in einem verderbten Spiel sind, in dem es ums nackte Überleben geht ... 

(Quelle: Festa Verlag)


Meine Meinung:



spannende Ermittlungen in einem gefährlichen Schmelztigel der Politik


"Das Turnier" von Matthew Reilly ist ein spannender historisch angehauchter Krimi, der nicht nur mit einer abenteuerlichen Reise an einen prächtigen Ort aufwarten kann, sondern auch mit unwiderstehlichen Charakteren, die dem Buch Menschlichkeit einhaucht. Das Buch hat mich geradezu in den Bann gezogen und ich habe es innerhalb eines Tages geradezu inhaliert.

Das Buch beginnt bereits sehr vielversprechend, denn wir erleben mit, wie im Jahr 1546 alle Könige Europas vom Sultan Konstantinopels zu einem spektakulären Schachturnier eingeladen werden. Darunter auch der legendäre Heinrich VIII , dessen gewitzte und intelligente 13 jährige Tochter Elisabeth eine der Hauptfiguren des Buches ist. 

Denn sie tritt zusammen mit Mr. Giles, dem ausgewählten Schachspieler der England in diesem Spiel vertreten wird, und mit einer kleinen Gruppe von Gefährten die Reise in das weitentfernte Land an, indem das Turnier stattfinden soll.
 

Zitat Seite 71:
"Reisen ist die beste Form der Erziehung"

Dessen Meinung ist Elisabeth`s (Bess) Lehrer Mr Ascham, der auf unkonventionelle Lehrmethoden zurückgreift und im Laufe der Reise mit seinem brillanten Wissen und seinen Ermittlungskünsten für Furore sorgen wird...

Bereits die Reise quer durch Europa entführt den Leser in den Sog des Buches und verspricht ein spannendes Abenteuer zu werden.
Das es auch durchaus zu werden scheint, denn kaum an ihrem Zielort angekommen, wird das Turnier von einem grausamen Mord überschattet!
Während der Sultan höchstpersönlich Mr. Ascham um Aufklärung des Mordes bittet, erleben wir packende Ermittlungen und Schlussfolgerungen von dem sichtlich genialen Lehrer.
Bald schon ist seine Schülerin Bess selbst in seinem Ermittlungsteam und versucht mit ihm den Täter zu entlarven. Dabei sitzt ihnen die Zeit im Nacken, denn die Mordserie scheint nicht enden zu wollen...
 

Zitat Seite 242:
"In diesem Palast spielen sich einige finstere Machenschaften ab und der Sultan selbst mag nicht ganz unbeteiligt sein."


Dieses Buch beinhaltet nicht nur eine äußerst fesselnde Jagd nach dem Mörder, sondern deckt auch einige Intrigen auf, sowie einige menschliche Abgründe, die sich im Laufe der Handlung auftun.
Ebenso gibt es einige interessante philosophische Betrachtungen über Religionen und über die Werte der Frauen in einige Kulturen...

Selbst das Schachspiel kommt in diesem Werk nicht  zu kurz und man erlebt nicht nur auf dem Brettspiel , sondern auch hinter den Kulissen mit, wie jeder versucht den anderen auszuspielen und ihn Schachmatt zu setzen.
Doch wer von den Figuren wird am Ende noch stehen bleiben und überleben?







 Lasst euch überraschen und tretet ebenfalls bei diesem Turnier an, denn einmal angefangen, werdet ihr sicherlich dem Rausch des Buches erliegen^^

 

 
 



Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten!
 
 
 




Samstag, 4. November 2017

Rezension: Murder Park von Jonas Winner




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Buch: Murder Park
Autor: Jonas Winner
  Verlag: 
Heyne
ISBN: 978-3453421769
Seiten:416



Klappentext des Inhaltes:

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …

(Quelle: Verlag)


Meine Meinung:


Murder Park von Jonas Winner ist ein Thriller, der leider bei mir erst auf dem 2. Blick bzw Leseversuch gezündet hat,
Da ich dieses Buch bereits vor Wochen begonnen hatte, es mich aber leider anfangs gar nicht gefesselt hat,  hatte ich es  daher anfangs erst mal unterbrochen . Dann jedoch habe ich es vor kurzem wieder (noch mal von vorne) versucht, und diesmal konnte mich das Buch dann doch besser an die Seiten fesseln, als beim ersten Versuch.
Und ich muss sagen am Ende war es dann doch noch recht spannend, und auch überraschend!

Jedoch muss ich gesehen war mir der Hauptcharakter: Paul Greenblatt nicht sehr sympathisch und daher auch kein Mensch, dessen Weg ich gerne mitverfolgt habe, ebenso ging es mir leider auch mit all den anderen Personen die im Buch ihren Auftritt fanden...(und das waren nicht gerade wenige^^) .
Für mich ist es daher immer schwierig ein Buch mit der Leidenschaft zu lesen, die ich empfinde, wenn ich mit einem Charakter mitfiebere und ihn mag. Evtl liegt es auch an diesem Punkt, dass ich das Buch nicht völlig überzeugend fand.

Doch zurück zum Inhalt:

Denn dies hat wirklich einen spannend klingenden Plot ! Ein Murder Park, der bald seine Tore für die Besucher öffnen soll, wird ersteinmal von ein paar ausgewählten Personen begutachtet, die ein ganzes Wochenende dort verbringen sollen, um im Anschluss über diesen Park zu berichten.
So ist auch Paul dabei, dessen Vergangenheit auf traurige und schaurige Art und Weise, mit diesem Ort verbunden ist.
Außer ihm jedoch sind noch 11 weitere Kandidaten mit dabei, die ebenfalls an diesem Killer Wochenende teilhaben werden.
Jeder von ihnen trägt eine ganz spezielle und geheime Verbindung an der ehemaligen Zodiac Island mit sich herum.. Welches das ist, erfährt man bei den verschiedenen Gesprächsinterviews die Herr Levin im Vorfeld mit ihnen geführt hatte.
Denn der Erlebnispark hatte bereits vor 20 Jahren eine düstere Geschichte.....als ein Serienmörder umherging und auf Zodiac Island blutige Morde an alleinstehende Mütter verübte.
Nun soll dieser und auch andere berühmte Serienkiller,  auf eine groteske und geschmackslose Art und Weise auf Murder Park "als Zugpferd" für ihren Erfolg dienen. Denn sie wollen ein Krimifeeling für Singles erzeugen, die dort zueinander finden sollen....
Doch kaum ist die kleine Gruppe auf der Insel angekommen, geht es bald wirklich ums nackte Überleben....denn bald schon soll jemand das Spiel für bitteren Ernst nehmen, und mordend durch die Gegend ziehen. Hat sich ein Fremder auf die Insel geschmuggelt , der nun wild tötet? Oder ist es gar einer von ihnen? Oder womöglich ist es der damalige Mörder Jeff Bohner ja höchstpersönlich, der erneut sein Unwesen im Park treibt?
Lasst euch überraschen.....^^

Sehr spannend fand ich ja den Aspekt , den die einzelnen Sternzeichen hier im Buch spielen!^^ Genial.

Dennoch bekommt es von mir nur 3 Punkte, da es wie gesagt erst beim 2. Versuch bei mir gezündet hat.
Da das Buch in meinen Augen eine kleine aber wichtige Schwachstelle hat, und zwar sind das für mich die Charaktere, die allesamt etwas unsympathisch sind.
Jedoch war das Ende wirklich eine tolle Überraschung, die mir gefallen hat , und mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Daumen hoch für soviel Fantasie!  :-)


Ein guter Thriller , der wie eine gute Achterbahn ist, es fängt harmlos an und wird dann immer turbulenter! :-)

Von  mir bekommt es 3 von 5 Punkten


Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: Die Romanows von Simon Sebag Montefiore


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Buch: Die Romanows : Glanz und Untergang der Zaren-Dynastie 
1613-1918
Autor: Simon Sebag Montefiore
  Verlag: 
S. FISCHER 
ISBN: 978-3100506108
Seiten: 1032


Klappentext des Inhaltes:

Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.

Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen – einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.
Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.

(Quelle: S Fischer Verlag)

Meine Meinung:

Die Romanows : Glanz und Untergang der Zaren-Dynastie 1613-1918 von Simon Sebag Montefiore ist ein wirklich detailliertes Meisterwerk über diese spannende und zum Teil wahnsinnige Familie^^
Der Autor hat es geschafft, diese wahrlich schwere Kost, auf eine anschauliche und gut unterhaltende Art und Weise zu schreiben, ohne Langweilig zu werden.
Dennoch sollte man sich eine gewisse Zeit für dieses Buch (ähm Wälzer trifft es eher^^) nehmen, denn auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden…ebenso wie diese Familiengeschichte über 300 Jahre andauerte…..da sollte man die Vergangenheit nicht in kurzer Zeit einatmen, sondern sie langsam wie einen guten Wein genießen^^
Ich muss auch gestehen, dass ich dieses Buch auch nicht schnell hätte lesen können, da die kleine Schrift nach einer gewissen Zeit etwas anstrengt und ich auch die zum Teil etwas schwere Kost erstmal etwas sacken lassen musste.
G
Ganz toll und informativ fand ich den Stammbaum der ganz vorne im Buch zu finden ist. Hier bekommt man einen kleinen Überblick wer von wem abstammt und wer mit wem wie verwandt ist^^
Im Buch wird explizit jede Person bzw dessen Leben beschrieben und seines Ablebens. Ebenso wie die kleinen aber sehr interessanten Zusatzbemerkungen zu der damaligen Zeit, bzw den damaligen Gepflogenheiten, wie zum Beispiel der einstigen Brautschau ^^
Vermutlich wussten bereits mehrere Leser dieser Lektüre, die sich im Vorfeld bereits über diese Dynastie informiert hatten, dass Iwan der Schreckliche der Mann von Anastasia Romanow war. Für mich jedoch war das neu und damit wirklich ein AHA Moment^^ Denn Iwan der Schreckliche ist wohl auch den meisten Nichtwissenden Bekannt^^^

Im Buch geht es wirklich ziemlich sehr aufregend, abenteuerlich und vor allem gefährlich zu….im Leben dieser Personen war wirklich alles anzufinden…..ob Morde, Vergiftungen und Intrigen, hier wimmelte es nur so vor Aktivitäten…

Wirklich zum Teil spannender als jeglicher Thriller…..denn was kann auch schon spannender sein als das Leben selbst…? 
 
Eine wirklich glorreiche und schillernder Adelsfamilie, die wie jeder Mensch auch, Höhen und Tiefen durchlebten…..doch auch wenn mit der Ermordung der Zarenfamilie im Jahr 1918 diese Familiendynastie endete, werden sie dennoch niemals vergessen werden.
Dramatisch , spannend, informativ, aber auch ziemlich lang....so stellt sich dieses Buch für mich dar.
Wahrlich nur für echte Liebhaber von historischen Biografien zu empfehlen, oder von Fans dieses Zarengeschlechts, ansonsten könnten Normalbürger evtl beim Anblick dieser dicken Lektüre und den kleinen und vielbeschriebenen Seiten doch ein wenig Angst bekommen?^^ 

Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten